
Konzept zum Bau einer Schützenhalle als multifunktionales Gesundheits-, Sport- und Bürgerzentrum mit Bogenschießanlage und Druckluftwaffenstand
Einleitung
Sendenhorst – eine Stadt, die für Gemeinschaft , Tradition und ein lebendiges Miteinander steht.Was diesen Ort im Herzen des Münsterlandes auszeichnet, ist nicht allein seine landschaft licheSchönheit oder seine historische Entwicklung, sondern vor allem die Menschen, die ihn prägen.Seit Generationen engagieren sie sich in Vereinen, Kulturgruppen, sozialen Initiativen und ehrenamtlichen Projekten. Dieses Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil der lokalen Identität und des sozialen Zusammenhalts.
Über Jahrzehnte hinweg hatte dieses Miteinander einen zentralen Ort: das Bürgerhaus. Es war Treffpunkt, Veranstaltungsort, kulturelles Zentrum und sozialer Ankerpunkt. Mit seinem Abriss ist jedoch eine Lücke entstanden – nicht nur in der städtischen Infrastruktur, sondern im Herzen der Gemeinschaft . Wo früher gelacht, gefeiert, diskutiert, musiziert, getanzt und gemeinsam gelebt wurde, gibt es dies heute nicht mehr.
Dies wirkt sich auch aus:
- Vereine finden keine geeigneten Räume mehr für Versammlungen oder Feste.
- Kulturgruppen fehlt eine Bühne.
- Jugendliche suchen nach Freizeitangeboten.
- Veranstaltungen müssen ausgelagert, verkleinert oder abgesagt werden.
Die Stadt braucht dringend einen neuen Mittelpunkt, der diese Funktionen wieder aufnimmt und gleichzeitig den Anforderungen einer modernen, vielfältigen Gesellschaft gerecht wird.
Der Schützenverein – mehr als nur Schützenfest
Beim Gedanken an einen Schützenverein entstehen oft Bilder von Festzelten, Marschmusik und kühlem Bier. Doch dieses Bild greift zu kurz. In vielen Regionen – und besonders in Sendenhorst – ist der Schützenverein weit mehr als ein Ausrichter von Volksfesten. Er ist ein Ort, an dem Tradition auf moderne Werte trifft , an dem Gemeinschaft gelebt und Verantwortung übernommen wird.
Der Schützenverein ist ein Raum, in dem Menschen aller Generationen zusammenkommen. Hier begegnen sich Jugendliche, Erwachsene und Senioren auf Augenhöhe. Diese Begegnungen schaff en ein soziales Gefüge, das in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft immer seltener wird.
Ob Pflege der Anlagen, Organisation von Veranstaltungen oder Engagement im Schützen- und Bürgerwald – das Ehrenamt ist ein zentraler Bestandteil des Vereinslebens. Es stärkt Verantwortungsbewusstsein, Zusammenhalt und Identifi kation mit der Heimat.
Das Schützenfest ist nicht der Kern des Vereins – es ist das Schaufenster einer Gemeinschaft , die das ganze Jahr über aktiv ist. Es zeigt, wie Tradition und Moderne miteinander verbunden werden können und wie wichtig gelebter Zusammenhalt für eine Stadt wie Sendenhorst ist.
Die Vision: Ein Zentrum für Gemeinschaft , Gesundheit und Zukunft
Was Sendenhorst jetzt braucht, ist mehr als ein Ersatzbau – es braucht eine Zukunft sperspektive. Eine moderne, barrierefreie, vielseitig nutzbare Einrichtung, die nicht nur Platz für Begegnung bietet, sondern auch Sport, Gesundheit, Inklusion und kulturelle Vielfalt vereint. Die Vision: Der Bau einer Schützenhalle neuen Typs, die Tradition und Fortschritt auf einzigartige Weise verbindet.
Im Zentrum steht dabei nicht nur das klassische Vereinsleben. Diese Halle soll weit mehr sein als ein Ort für Schützenfeste. Sie wird ein multifunktionales Zentrum für:
- körperliche und geistige Gesundheit,
- Rehabilitationssport und therapeutische Angebote,
- Konzentrationstraining und mentale Stärkung,
- soziale Integration und Inklusion,
- generationenübergreifendes Miteinander,
- und natürlich für Veranstaltungen, Feiern, Kultur und Begegnung.
Ein zentraler Bestandteil der Halle ist eine moderne Bogenschießanlage sowie ein elektronisch ausgestatteter Schießstand für Luft gewehr- und Luft pistolenschießen. Auf den ersten Blick mögen diese Sportarten wie reine Vereinsaktivitäten wirken – doch bei näherer Betrachtung zeigen sie ihr enormes Potenzial: Sie fördern Konzentration, Körperbeherrschung, Resilienz und soziale Teilhabe. In der therapeutischen Arbeit – etwa in der Reha oder im mentalen Training – sind sie längst etablierte, wirkungsvolle Methoden.
Die verborgenen Werte des Schießsports
Der Schießsport gehört zu den am meisten unterschätzten Sportarten in Deutschland. Während viele Menschen zunächst an Wettkämpfe, Präzision oder Vereinsleben denken, bleibt oft verborgen, wie umfassend und tiefgreifend die positiven Eff ekte dieser Sportart sind. In der Kombina -tion aus Luftgewehr-, Luftpistolenschießen und Bogensport entsteht ein einzigartiges Spektrum an körperlichen, geistigen und sozialen Wirkungen, das in dieser Form kaum eine andere Sportart erreicht.
Schießen ist ein Sport, der Ruhe in einer lauten Welt schafft , Konzentration in einer Zeit der Ablenkung fördert und Menschen aller Altersgruppen einen Zugang zu Bewegung, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft bietet.
Beim Schießen werden genau jene Fähigkeiten trainiert, die im Alltag für Lernen, Beruf und emotionale Selbstregulation entscheidend sind:
- Aufmerksamkeit und Fokussierung
- Impulskontrolle
- Handlungsplanung
- Entscheidungsfähigkeit
- Selbstdisziplin
Diese sogenannten exekutiven Funktionen sind zentrale Bausteine für schulischen Erfolg, berufl iche Leistungsfähigkeit und psychische Stabilität. Regelmäßiges Training führt zu:
- besserem Umgang mit Druck
- höherer Stressresistenz
- gesteigerter Gelassenheit
- mehr Selbstvertrauen
Viele Sportler beschreiben das Training als eine Art „Meditation in Bewegung“ – ein Zustand, in dem Körper und Geist in Einklang kommen. Schießen ist ein Sport der Feinmotorik. Jede Bewegung zählt, jede Muskelspannung hat Bedeutung.
Gerade im Bogensport wird der gesamte Körper einbezogen: Beine, Rumpf, Schultern, Arme, Hände, Atmung. Das Zusammenspiel dieser Elemente stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern auch die Wahrnehmung für den eigenen Körper.
Der Schießsport bietet besonders auch Menschen mit körperlichen oder neurologischen Einschränkungen besondere Zugänge zu Bewegung und Selbstwirksamkeit. Er ist niedrigschwellig, individuell anpassbar und ermöglicht Erfolgserlebnisse auch dort, wo klassische Sportarten an Grenzen stoßen.
Gezielte Bewegungsabläufe helfen zum Beispiel nach Schulter- oder Rückenoperationen, beim Wiederaufbau stabilisierender Muskulatur und bei der Verbesserung von Bewegungsmustern.
Ebenso kann bei Erkrankungen wie Parkinson, Multipler Sklerose und Schlaganfallfolgen das Schießen in angepasster Form helfen, das zentrale Nervensystem zu aktivieren und koordinative Fähigkeiten zu verbessern. Mit Hilfsmitteln kann der Sport auf nahezu jede körperliche Einschränkung abgestimmt werden. Inklusion wird hier nicht theoretisch diskutiert, sondern praktisch gelebt.
Der Schießsport wirkt aber nicht nur auf Körper und Geist, sondern auch auf die Seele. Der klare Ablauf, die ruhige Atmung, der Fokus auf das Ziel – all das wirkt wie ein Reset-Knopf. Viele Sportler berichten, dass sie nach dem Training entspannter, ausgeglichener und mental stabiler sind.
Der Umgang mit einem Sportgerät, das Präzision und Kontrolle erfordert, stärkt Verantwortungsbewusstsein, Disziplin, Selbstvertrauen und Entscheidungsfähigkeit. Gerade für Jugendliche ist dies ein wertvoller Lernraum.
Schützenvereine pfl egen ein respektvolles, generationenübergreifendes Miteinander. Der Sport verbindet Menschen, die sich im Alltag vielleicht nie begegnet wären.
Kinder, Jugendliche und Schulen – Konzentration spielerisch fördern
Für junge Menschen bietet der Schießsport einen besonderen Zugang zu Konzentration, Selbstregulation und Erfolgserlebnissen.
Für Kinder mit ADHS oder Lernstörungen kann der Schießsport helfen Impulse zu kontrollieren, sich zu fokussieren, Geduld zu entwickeln und besonders Erfolgserlebnisse zu sammeln Viele Jugendliche fühlen sich in leistungsorientierten Teamsportarten nicht wohl. Der Schießsport bietet ihnen individuelle Förderung mit klaren Strukturen, eine ruhige Trainingsumgebung sowie persönliche Erfolgserlebnisse.
Schulkooperationen
Schulen können den Schießsport nutzen als:
- AG-Angebot
- Konzentrationstraining
- Wahlpflichtkurs
- Ergänzung zur Schulsozialarbeit
- Baustein im Bereich mentale Gesundheit
In Zusammenarbeit mit Sportpädagogen und therapeutischen Fachkräft en entstehen wertvolle Synergien.
Fazit: Ein Sport mit außergewöhnlichem Potenzial
Er ist ein Sport, der Menschen stärkt – körperlich, geistig und sozial. Die neue Schützenhalle schafft dafür endlich den Raum, den Sendenhorst verdient.
Ausgangslage: Räume, Bedarf und Nutzungsperspektiven
Aktuelle Versammlungs- und Veranstaltungsräume in Sendenhorst. Derzeit stehen folgende Räume zur Verfügung:
- Gaststätte Titanic
- Gasthaus Zur Börse
- Hotel Zurmühlen
- Aula der Realschule Sendenhorst (keine Feste möglich)
- Landhotel Bartmann
- Waldmutter
- Haus Siekmann
- Landhaus Sendenhorst
Diese Orte erfüllen zwar einzelne Bedarfe, doch sie sind:
- kapazitätsmäßig begrenzt,
- teilweise nicht barrierefrei,
- nicht flexibel nutzbar,
- nicht für größere Vereinsveranstaltungen geeignet,
- nicht für Sport- oder Gesundheitsangebote ausgelegt,
- teilweise nur eingeschränkt verfügbar.
Für größere, vereinsgetragene Veranstaltungen, öffentliche Zusammenkünfte, Kulturformate oder Bewegungsangebote fehlt eine zeitgemäße, multifunktionale, barrierefreie Lösung.
Derzeitige Sportmöglichkeiten für Schützen und Bogensportinteressierte
Für Sportschützen besteht derzeit keine Trainingsmöglichkeit in Sendenhorst selbst. Die aktiven Mitglieder sind gezwungen, auf Schießanlagen in den Nachbarorten Enniger und Vorhelm auszuweichen. Dies erschwert die kontinuierliche Vereinsarbeit und die Nachwuchsförderung erheblich. Eine eigene Bogenabteilung existiert bislang noch nicht, was unter anderem am Fehlen geeigneter Trainingsmöglichkeiten liegt.
Mit einer neuen Schützenhalle könnten Schützen- und Bogensport wieder sichtbar, zugänglich und lokal verankert werden – und so auch neue Zielgruppen wie Kinder, Jugendliche, Rehasportgruppen und Senioren ansprechen.
Warum sind Vereinsveranstaltungen wichtig für unseren Ort?
Vereinsveranstaltungen sind weit mehr als Tradition – sie sind ein tragendes Element des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens in Sendenhorst. Sie schaffen Begegnung, stärken Identität und fördern Engagement.
Sozialer Zusammenhalt: Vereinsfeste bringen Menschen zusammen – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund. Sie schaffen Räume für Austausch, Begegnung und gegenseitige Wertschätzung.
Kulturelle Identität: Durch Vereinsfeiern werden regionale Bräuche gepflegt, Traditionen weitergegeben und kulturelle Vielfalt sichtbar gemacht. Dies stärkt die lokale Identifikation und den Stolz auf das gemeinsame Erbe.
Förderung des Ehrenamts: Ohne freiwillige Helferinnen und Helfer wären Veranstaltungen nicht möglich. Die Planung und Durchführung fördern Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und bürgerschaftliches Engagement.
Wirtschaftlicher Impuls: Feste locken auch Gäste aus der Umgebung an und bringen Leben in Gastronomie, Einzelhandel und Übernachtungsbetriebe. Zudem profitieren lokale Unternehmen durch Sponsoring oder logistische Beteiligung.
Freizeitgestaltung und Lebensqualität: In Zeiten zunehmender Vereinsamung bieten Vereinsfeste strukturierte, positive Freizeitangebote für alle Altersklassen.
Talentförderung: Ob Musik, Organisation, Sport oder Handwerk – Vereinsveranstaltungen bieten Menschen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln.
Kurzum: Vereinsfeiern sind kein bloßer Selbstzweck – sie sind ein tragendes Element des kulturellen und sozialen Gefüges in Sendenhorst.
Zielgruppen der Halle – weit über den Schützenverein hinaus
Die geplante Schützenhalle soll bewusst für viele gesellschaftliche Gruppen offenstehen – unter klar definierten Rahmenbedingungen, die den gemeinnützigen Zweck sichern und gleichzeitig vielseitige Nutzungen ermöglichen.
Als potenzielle regelmäßige Nutzergruppen kommen u. a. in Frage:
- KG Schön wär’s
- Johannisbruderschaft
- Stadt Sendenhorst (z. B. Bürgerversammlungen, BIM, etc.)
- Feuerwehr Sendenhorst
- Musikzüge und Spielmannszüge
- SG Sendenhorst
- Weitere eingetragene Vereine der Stadt
- Unternehmen in Sendenhorst (z. B. für Tagungen, Mitarbeiterschulungen, Weihnachtsfeiern)
- Schulen und Bildungseinrichtungen
- Reha- und Gesundheitspartner
Diese breite Zielgruppe ermöglicht eine hohe Auslastung und macht die Halle zu einem lebendigen Zentrum der Stadtgesellschaft.
Private Nutzung – klar geregelt, transparent gestaltet.
Die neue Schützenhalle soll kein kommerzielles Veranstaltungszentrum im herkömmlichen Sinne sein. Großveranstaltungen wie Hochzeiten oder externe Eventformate sind grundsätzlich ausgeschlossen, um den gemeinwohlorientierten, vereinsnahen und sportlich-gesundheitsfördernden Charakter zu wahren.
Allerdings ist vorgesehen, dass aktive Vereinsmitglieder unter bestimmten Voraussetzungen Teile der Halle (z. B. den Vorraum oder einen Nebenraum) auch für interne familiäre Anlässe nutzen dürfen – etwa Geburtstagsfeiern oder Jubiläen im privaten Rahmen.
Dabei gelten aber klare Kriterien:
Die Anmietung wird erst nach einer gewissen Mindestdauer der Mitgliedschaft ermöglicht, damit soll verhindert werden, dass das Verbot durch kurzfristige Eintritte umgangen wird.
Ziel ist, langfristiges Engagement zu belohnen, nicht kurzfristige Eventnutzung zu ermöglichen.
So bleibt die Halle ein Ort für das Ehrenamt, für verbindliche Gemeinschaft und für Menschen, die das Vereinsleben dauerhaft mittragen – und bietet zugleich einen Mehrwert für aktive Mitglieder.
Feste Veranstaltungen des Schützenvereins
Der Schützenverein plant folgende regelmäßige Veranstaltungen, die zur Belebung der Halle und zur Förderung des Gemeinschaftslebens beitragen:
- Winterfest
- Mitgliederversammlung
- Schützenfest
- Oktoberfest
- Doppelkopf- und Skatturniere
- Generalversammlung
- „Waldkaffee“
Diese Veranstaltungen sind offen für die gesamte Bevölkerung und stärken das kulturelle und soziale Leben in Sendenhorst.
Fazit: Eine Halle für heute – und für morgen
Die neue Schützenhalle ist nicht nur ein Gebäude – sie ist ein sozialer Zukunftsraum, der:
- Vereinen ein Zuhause gibt,
- Sport und Gesundheit fördert,
- Kultur sichtbar macht,
- Inklusion ermöglicht,
- Gemeinschaft stärkt,
- und Sendenhorst langfristig bereichert.
Sie ist eine Antwort auf einen realen Bedarf und eine Investition in die Zukunft der Stadt.
Beschreibung und Ausstattung der Schützenhalle
Die Schützenhalle präsentiert sich als ein Ort der Begegnung, des Miteinanders und der Tradition – modern ausgestattet und vielfältig nutzbar. Durchdachte Raumaufteilung und liebevoll geplante Details machen sie zum idealen Schauplatz für Feste, Veranstaltungen und das Vereinsleben.
Eingangsbereich / Vorraum
Bereits beim Betreten der Halle öffnet sich ein großzügiger, ca. 120 m² großer Vorraum, der nicht nur als Durchgangsbereich dient, sondern auch als gemütlicher Treffpunkt für kleinere Veranstaltungen und Versammlungen genutzt werden kann. Eine fest installierte Theke mit angeschlossenem Getränkekühlraum lädt zum Verweilen ein – sei es bei einem kleinen Empfang, einem Frühschoppen oder als Kommunikationszentrum während größerer Veranstaltungen.
Standardmäßig wird der Raum mit Tischen und Stühlen für 30 bis 40 Personen ausgestattet. Bei Bedarf kann weiteres Mobiliar aus dem angrenzenden Saal ergänzt werden, sodass der Raum flexibel auf bis zu 80 Personen ausgelegt ist.
Rechtsseitig schließt sich ein ca. 30 m² großer Probenraum an – ideal für Tanzgruppen oder musikalische Ensembles, die sich auf ihren Auftritt im großen Saal vorbereiten möchten. Ebenfalls in diesem Bereich befinden sich Lager- und Technikräume sowie der Aufgang zum Obergeschoss – diskret und funktional durch eine Tür vom Veranstaltungsbereich getrennt.
Sanitäranlagen
Die modernen Sanitäranlagen sind als Verbindung zwischen Halle und Schießstand positioniert und somit von beiden Bereichen unabhängig nutzbar – ein durchdachtes Detail, das den Komfort bei Veranstaltungen deutlich erhöht.
- Damen-WC: 12 Toiletten, 6 Waschbecken, 3 Händetrockner
- Herren-WC: 8 Urinale, 6 Toiletten, 6 Waschbecken, 3 Händetrockner
- Selbstverständlich ist auch ein behindertengerechtes WC vorhanden.
Die Sanitäranlagen wurden bewusst großzügig dimensioniert, um auch bei Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen Wartezeiten zu minimieren und einen hohen Komfortstandard zu gewährleisten.
Saal
Mit einer Fläche von rund 450 m² bildet der Saal das Herzstück der Schützenhalle. Er bietet Platz für große Feste, Konzerte, Bälle oder Versammlungen – und das in einem stilvollen Ambiente, das gleichermaßen funktional wie einladend ist.
Ausstattungsdetails:
Thekenbereiche: Direkt im Eingangsbereich auf beiden Seiten platziert, sorgen sie für einen reibungslosen Ausschankbetrieb bei Veranstaltungen.
Bühne: Eine fest installierte Bühne mit einer Breite von 10 Metern und einer Tiefe von 5 Metern bietet Raum für Musik, Theater oder Redebeiträge. Sie kann bei Bedarf durch mobile Elemente erweitert werden.
Zugänge: Links neben der Bühne befindet sich ein Lager für nicht benötigtes Mobiliar, rechts eine Garderobe sowie der Zugang zur Bühne.
Verbindung zur Freifläche: Fünf doppelflügelige Glastüren entlang der linken Seite schaffen eine direkte Verbindung zum Außenbereich – perfekt für Veranstaltungen im Sommer oder das Schützenfest. Zwei weitere doppelflügelige Notausgänge befinden sich auf der rechten Seite und einer auf der rechten Seite.
Nutzungsvarianten und Kapazitäten:
| Nutzung Ausstattung | Maximale Personenzahl |
|---|---|
| Ballbestuhlung Tische mit je 6 Stühlen | ca. 350 Personen |
| Festbestuhlung Biertischgarnituren (z. B. Oktoberfest) | ca. 550 Personen |
| Konzertbestuhlung Reihenbestuhlung ohne Tische | max 600 Personen |
| Stehplätze ohne Bestuhlung | max 900 Personen |
So flexibel wie der Anlass – ob elegante Gala, zünftiges Fest oder stimmungsvolles Konzert.
Druckluft-Schießstand
Der Schießstand für Druckluftwaffen ist mit modernster Technik ausgestattet und bietet ideale Bedingungen für Training und Wettkampf.
Schießbereich:
- 10 Schießbahnen à 10 Meter
- 1 Laserschießbahn für Einsteiger und Nachwuchsschützen
- Geplant ist der Einbau elektronischer Trefferanzeigen der Firmen Meyton, Intarso oder Disag
Nebenbereiche:
- Warteraum und Aufenthaltsbereich für Schützen
- Arbeitsplatz für den Schießstandleiter (mit Schreibtisch und PC)
- Waffenkammer mit gesicherten Tresoren
Umkleideräume
Der Schießstand ist nicht nur Trainingsort, sondern auch Treffpunkt für Austausch und Gemeinschaft im sportlichen Rahmen.
Bogenschießen
Außenanlage:
Die Bogenschießanlage umfasst zehn Bahnen, die sich an olympischen Standards orientieren. Zielentfernungen bis zu 90 Meter sind möglich. Der Vorbereitungsbereich befindet sich im Vorraum des Schießstandes, die Scheiben werden im großenLageraum aufbewahrt.
Indoor:
Bei ungünstiger Witterung oder für das Wintertraining kann der große Saal genutzt werden – hier sind Distanzen von bis zu 25 Metern vorgesehen.
Obergeschoss
Geschäftsstelle
Ein Büro mit zwei Schreibtischarbeitsplätzen, ausgestattet mit PC, dient als Anlaufstelle für alle organisatorischen Anliegen des Vereins. Hier werden Unterlagen aufbewahrt, Termine geplant und Gespräche mit Festwirten oder Partnern geführt. Ein kleiner Konferenztisch bietet Platz für bis zu sechs Personen.
Tagungsraum
Ein heller, funktional eingerichteter Raum für bis zu 25 Personen steht für vereinsinterne Sitzungen, Workshops oder Klausurtagungen zur Verfügung. Auch andere Vereine sollen diesen Raum mitnutzen können. Ein Beamer und flexible Bestuhlung sind vorgesehen.
Lagerräume & Archive
Zwei weitere Räume im Obergeschoss dienen als Archiv- und Lagerfläche – zur Aufbewahrung von Vereinsinventar, Jubiläumsgeschenken, Chroniken und vielem mehr.
Ein zusätzlicher Lagerraum direkt am Saal nimmt sperrige Gegenstände wie Zelte, Reinigungsgeräte oder den Martinus-One auf.
Freigelände
Das Außengelände ist Schauplatz für das traditionelle Vogelschießen. Die Vogelstange wird unter Berücksichtigung aller aktuellen Sicherheitsanforderungen errichtet – mit Schussrichtung weg von der Halle, sodass das Geschehen auch aus dem Saal heraus beobachtet werden kann.
Für das Schützenfest wird das Gelände durch Bierwagen, Essensstände und Zelte ergänzt – ein stimmungsvolles Ambiente entsteht, das zum Verweilen einlädt.
Parkkonzept
Die große Mehrheit der Besucherinnen und Besucher kommt aus dem direkten Umfeld – viele zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist hervorragend: In nur etwa 150 Metern Entfernung befindet sich eine Bushaltestelle, die regelmäßig von den Linien S30 und R32 und den Nachtbussen bedient wird. So ist die Halle auch ohne eigenes Fahrzeug bequem erreichbar.
Für den regulären Betrieb – insbesondere bei der Nutzung der Sportstätten – stehen rund 50 PKW-Stellplätze und rund 40 Fahrradstellplätze direkt an der Halle zur Verfügung.
Bei größeren Veranstaltungen kommt eine zusätzliche erweiterte Parkfläche hinter dem Gebäude hinzu – ausreichend bemessen für größere Veranstaltungen.
Das Parkkonzept ist funktional, zukunftsorientiert und auf verschiedene Nutzungsszenarien vorbereitet – und unterstreicht die gute Erreichbarkeit der Schützenhalle in jeder Hinsicht.
Es sollen im gesamten Außenbereich keine Flächen versiegelt werden. Parkflächen werden mit Rasengittersteinen erstellt und die Wege mit einer wassergebunden Decke versehen.
Heizkonzept
Verschiedene Heizsystem in Kombination mit Wärmepumpe
Für die Beheizung der geplanten Schützenhalle wird ein nachhaltiges, energieeffizientes und komfortables Heizsystem angestrebt. Die Wahl fällt auf eine Kombination aus wassergeführten Fußbodenheizungen, Lüftersystemen und einer Wärmepumpe als zentrale Wärmeerzeugung.
Wärmeerzeugung
Die Wärmeversorgung erfolgt über eine elektrisch betriebene Wärmepumpe. Die Wärmepumpe arbeitet effizient im Niedertemperaturbereich (30–40 °C Vorlauf) und eignet sich hervorragend für die gewählten Heizformen.
Raumbezogene Umsetzung
Saal (ca. 450 m²):
Beheizung über große Lüfter im Deckenbereich. Diese heizform garantiert ein schnelles aufheizen und ist ideal für eine wechselnde Nutzung. So ist auch eine Belüftung des Saals bei voller Auslastung möglich.
Schießstand (ca. 200 m²):
Einsatz einer Fußbodenheizung – die Vermeidung konvektiver Luftströmung ist hier von Vorteil, um die Luftqualität und Stabilität im Schießbereich zu erhalten. Das Heizsystem gewährleistet eine konstante Raumtemperatur bei minimalem Energieeinsatz.
Schankraum (ca. 120 m²):
Auch hier soll die Fußbodenheizung zum Einsatz kommen. Ziel ist eine gleichmäßige Grundtemperierung mit schneller Regelbarkeit.
Toilettenanlagen:
Platzsparende Wandheizkörper in geeigneten Wandbereichen (z. B. neben Waschtischen oder in Trennwandbereichen), abgestimmt auf die erforderliche Heizlast. Schnelle Aufheizung bei diskretem Erscheinungsbild.
Regelung & Zonensteuerung
Das System wird in Heizzonen unterteilt (z. B. Saal, Schießstand, Schankraum, Sanitärbereiche), sodass eine bedarfsgerechte, individuell regelbare Beheizung ermöglicht wird. Jede Zone erhält eine eigene Regelungseinheit mit Raumthermostat oder zentraler Steuerung über ein Smart Building System.
Vorteile des Systems
- Hohe Energieeffizienz durch Niedertemperaturbetrieb mit Wärmepumpe
- Kein Platzverlust durch freistehende Heizkörper
- Zugluftfrei und hygienisch, besonders vorteilhaft im Schießstand
- Zukunftssicher und wartungsarm
Geplant ist eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage zur Stromversorgung der Wärmepumpe vorgesehen. Ebenso kann die Anlage um eine Kühlfunktion erweitert werden (bei Einsatz einer reversiblen Wärmepumpe), wodurch im Sommer eine leichte Temperierung der Halle möglich ist.
Regenwassernutzungskonzept
Zisternensystem zur Grünflächenbewässerung
Im Rahmen eines nachhaltigen Gesamtkonzepts wird das auf den Dachflächen der Schützenhalle (ca. 1.400 m²) anfallende Regenwasser gesammelt, zwischengespeichert und für die spätere Bewässerung von Bäumen und Außenanlagen genutzt. Hierzu ist die Errichtung von unterirdischen Zisternen vorgesehen.
Die Dachfläche von rund 1.400 m² eignet sich optimal für die Regenwassersammlung. In Deutschland liegt der durchschnittliche jährliche Niederschlag je nach Region bei etwa 700–1.000 mm.
Zisternengröße
Vorgesehen ist der Einbau von mehreren Kunststoffzisternen im Erdreich nahe der Halle. Die Gesamt-Speicherkapazität sollte sich an Bewässerungsbedarf und Platzverhältnissen orientieren.
- mögliche Speicherkapazität: ca. 20.000–40.000 Liter (z. B. 2–4 Zisternen à 10.000 l)
- Das gespeicherte Regenwasser wird verwendet für:
- Bewässerung von Grünflächen, Sträuchern und Bäumen auf dem Gelände
- Manuelle Wasserentnahme durch Personal (Gießkanne, Schlauch)
- Anschluss an automatische Tropf- oder Sprinkleranlagen möglich
Es erfolgt keine Einspeisung in die Trinkwasserinstallation – das Regenwassersystem ist rein für die Außenbewässerung vorgesehen.
Vorteile und Nachhaltigkeit
- Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs, Kosteneinsparung bei der Grünpflege
- Entlastung der Kanalisation und Versickerung
- Förderfähig über Programme für Regenwassermanagement und Klimaanpassung
Konzept Photovoltaikanlage
Stromgewinnung auf dem Dach der Schützenhalle
Im Sinne eines nachhaltigen und wirtschaftlichen Energiekonzepts soll auf dem Dach der Schützenhalle eine leistungsfähige Photovoltaikanlage (PV) errichtet werden. Sie dient der Eigenstromversorgung, insbesondere für den Betrieb der Wärmepumpe, der Beleuchtung, von Kühltechnik (z. B. im Schankraum) und optional für Ladeinfrastruktur oder Speichertechnik.
Technische Eckdaten
- Nutzbare Dachfläche: ca. 1.000 m²
- Dachneigung: 12°
- Ausrichtung: etwa Ost/West-Ausrichtung
- Tragkonstruktion: Geeignet für Standard-Aufdachmontage mit Aluminiumunterkonstruktion
Diese Konfiguration ermöglicht eine gleichmäßige Stromproduktion über den gesamten Tag – ideal für Wärmepumpe, Kühltechnik und Beleuchtung.
Systemdimensionierung (Schätzung)
Modulanzahl und Leistung
- Standard-PV-Modul: ca. 2 m², 400–450 Wpeak Leistung pro Modul
- Auf 1.000 m² lassen sich ca. 480–500 Module installieren
- Gesamtleistung der PV-Anlage: ca. 200–225 kWp
Jahresertrag (Abschätzung)
Bei Ost-West-Ausrichtung mit 12° Dachneigung und Standort in Deutschland:
850–950 kWh/kWp/a Ertrag realistisch
Erwarteter Jahresstromertrag:
ca. 170.000–210.000 kWh/Jahr
Das deckt bei optimierter Eigenverbrauchsstrategie einen erheblichen Teil des Jahresstrombedarfs der Schützenhalle ab.
Wirtschaftlichkeit und Förderung
- Einsparungspotenzial durch Eigenverbrauch: 0,18–0,25 €/kWh
- Option auf EEG-Vergütung für eingespeisten Strom
Fördermöglichkeiten über:
- KfW (Erneuerbare Energien – Standard)
- Bundesländer oder Kommunen (je nach Standort)
- Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), sofern im Zusammenhang mit Sanierung oder Neubau
Vorteile für das Projekt
- Deutliche Stromkostensenkung über Lebensdauer der Anlage (>25 Jahre)
- CO₂-Einsparung: ca. 80 –90 Tonnen CO₂ pro Jahr
- Positive Außenwirkung (Klimaschutz, Nachhaltigkeit im Vereinsleben)
- Technisch einfach zu realisieren dank flacher Dachneigung und ausreichender Fläche
Nutzung des PV-Stroms
Der erzeugte Strom wird verwendet für:
- Wärmepumpe
- Beleuchtung
- Kühltechnik (z. B. Getränkekühlraum)
- Lüftung
- Verwaltung
- optional: E-Ladeinfrastruktur
- optional: Batteriespeicher – ein Batteriespeicher kann später nachgerüstet werden, um Eigenverbrauchsquoten weiter zu erhöhen.
Betreiberkonzept
Raumvergabe und Organisation
Eine Halle lebt durch Nutzung – und durch kluge, verlässliche Organisation. Die Verantwortung für die Raumvergabe und Koordination liegt beim Schützenverein, der dafür einen neuen, festen Posten für Hallenmanagement schafft. Ein Stellvertreter sichert dabei die ständige Erreichbarkeit – so bleibt die Verwaltung verlässlich, bürgernah und immer ansprechbar.
Die Vergabe der Räume erfolgt digital über die Homepage des Vereins: Ein transparenter Belegungskalender zeigt freie und belegte Zeiten, Anfragen können direkt online gestellt werden. Einfach, effizient, übersichtlich – für alle Nutzergruppen.
Für den laufenden Betrieb setzt das Konzept auf gemeinschaftliches Engagement mit klaren Zuständigkeiten: Pflege rund ums Gebäude (z. B. Rasenmähen) wird durch engagierte Helfer übernommen, die eigenverantwortlich tätig sind. Nach Veranstaltungen wird ein professioneller Reinigungsdienst beauftragt.
Die Reinigung der Schießanlagen obliegt den Sportschützen, die regelmäßig und fachgerecht für Ordnung sorgen. Toiletten und Flure werden einmal wöchentlich gereinigt – hierfür ist die Einstellung einer Minijobkraft angedacht, ein Schritt, der aktuell noch geprüft wird.
Catering / Bewirtungskonzept
Die Schützenhalle versteht sich nicht als Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie, sondern als verlässliche Partnerin. Ziel ist es, die Gastronomiebetriebe in Sendenhorst aktiv einzubinden und ihnen eine feste Rolle im Veranstaltungsgeschehen zu geben – flexibel, fair und bedarfsorientiert. Es wird keinen Alleinanbieter und keine Exklusivverträge geben. Stattdessen sollen je nach Anlass unterschiedliche gastronomische Lösungen möglich sein.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Modells: Die Halle benötigt keinen Pächter, der seinen Lebensunterhalt aus dem Betrieb erwirtschaften muss. Dadurch bleiben die laufenden Kosten niedrig, und die Halle kann wirtschaftlich und gemeinwohlorientiert betrieben werden.
Bei kleineren Feiern oder vereinsinternen Aktivitäten können Gruppen die Bewirtung eigenständig übernehmen – jedoch mit der ausdrücklichen Empfehlung, die lokale Gastronomie einzubeziehen und so die regionale Wirtschaft zu stärken.
Wie genau diese Zusammenarbeit gestaltet wird, soll in einem gemeinsamen Gespräch mit den Gastronomiebetrieben entwickelt werden. Ziel ist eine faire, transparente und nachhaltige Regelung, die allen Beteiligten gerecht wird und langfristig trägt.
So entsteht ein Betriebskonzept, das auf Kooperation, Verantwortung und Miteinander setzt – getragen von der Stadt, ihren Menschen und ihren Ideen.
Finanzierungskonzept
Gesamtbedarf
Basierend auf einer ersten groben Kostenschätzung belaufen sich die Baukosten auf etwa 1,4 Mio. Euro. Die genauen Kosten hängen von der endgültigen Ausgestaltung der Halle, den Anforderungen an die technischen Anlagen (insbesondere im Bereich Druckluft- und Bogenschießstand), sowie den Baunebenkosten ab.
Grundstück / Eigenanteil
Das geplante Grundstück umfasst ca. 7.000 m². Dies stellt unseren wesentlichen Eigenanteil dar, der für viele öffentliche Förderprogramme Voraussetzung ist. Der Verkehrswert des erschlossenen Grundstücks liegt bei rund 315.000 Euro und kann entsprechend als Eigenmittel in die Finanzierung eingebracht werden.
Muskelhypothek
Auch die sogenannte Muskelhypothek kann als Eigenleistung angegeben werden. Wir gehen von einem niedrigern Wert von rund 10.000 Stunden aus, die durchschnittlich mit 20,00€ angesetzt werden, was dann rund 200.00 € Eigenkapital entspricht. Somit ergibt sich ein Betrag von rund 500.000€, was als solide Grundlage für diese Projekt angesehen werden kann.
Öffentliche Fördermittel
Es bestehen mehrere Optionen zur Förderung, insbesondere:
Sportstättenförderung des Landes NRW und des Bundes (z. B. über das Programm „Moderne Sportstätte 202X“)
Fördermittel für den ländlichen Raum zur Stärkung der sozialen Infrastruktur (LEADER, Dorfentwicklung, etc.)
EU-Förderprogramme zur Unterstützung von multifunktionalen Begegnungsstätten im ländlichen Raum
Wichtig ist hierbei: Keine reine Veranstaltungsnutzung – die Schützenhalle dient in erster Linie dem sportlichen Zweck (Bogenschießen und Druckluftschießen), kann aber ergänzend für Veranstaltungen mit regionalem Bezug genutzt werden.
Private Finanzierung / Spenden
Zur Ausstattung der Halle (z. B. technische Geräte, Möblierung, Schießanlagen, Sicherheitsmaßnahmen) werden weitere Mittel benötigt. Hier setzen wir auf:
Spendenaktionen in der Region
Zielgerichtete Ansprache von lokalen Unternehmen mit der Option, die Halle später auch für Firmenevents, Seminare oder Messen zu nutzen
Crowfundingplattformen, denn es gibt in ganz Deutschland immer wieder Personen, Stiftungen etc, die solche Projekte unterstützen.
Das Finanzierungskonzept basiert auf einem soliden Eigenanteil, vielfältigen Fördermöglichkeiten sowie einem lokalen Netzwerk aus Stadt, Wirtschaft und Vereinswesen.
Laufender Betrieb
Ein Ort wie dieser lebt nicht nur von Visionen – sondern auch von einem durchdachten, realistischen Betriebskonzept. Die laufenden Kosten der neuen Schützenhalle werden sich – nach aktueller Schätzung – bei etwa 10.000 € bis 12.000 € pro Jahr einpendeln. Eine Summe, die bewusst niedrig gehalten werden kann, weil viele Synergien greifen – wirtschaftlich wie strukturell.
Ein großer Teil dieser Betriebskosten wird durch das jährliche Schützenfest gedeckt. Da künftig weder Zelt noch externe Infrastruktur mehr angemietet werden müssen, entsteht eine erhebliche Einsparung auf Seiten des Festwirts – was wiederum in eine deutlich höhere Pachtzahlung an den Verein mündet.
Hinzu kommen weitere Einnahmen aus dem Schießsport und weiteren Veranstaltungen: Die Sportschützen tragen mit ihren Beiträgen aktiv zum Unterhalt bei – ebenso wie Vereine und Gruppen, die die Halle regelmäßig für Versammlungen, Feiern oder Veranstaltungen anmieten.
Ein weiteres zukunftsweisendes Element: Die Einnahmen aus der Photovoltaik-Anlage fließen direkt in den laufenden Betrieb. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit greifen so ineinander – ökologisch sinnvoll, ökonomisch wirksam.
Die neue Schützenhalle steht damit auf stabilen Füßen – getragen von Gemeinschaft, Nutzung und kluger Planung.
Fazit
Die neue Schützenhalle ist weit mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Versprechen.
Ein Versprechen an alle Generationen, dass Gemeinschaft wieder einen festen, sichtbaren und lebendigen Ort erhält.
Ein Versprechen an das Ehrenamt: Hier wird Engagement nicht nur gesehen, sondern aktiv wertgeschätzt und gestärkt.
Ein Versprechen an Kulturschaffende, Sportler, Vereine, Schulen, Unternehmen und Familien, dass ihre Ideen Raum finden und wachsen können.
Und ein Versprechen an die Stadt Sendenhorst, dass wir nicht stehen bleiben, sondern mutig und entschlossen nach vorn gehen.
Was hier entsteht, ist kein nostalgischer Ersatzbau. Es ist ein Ort für Gesundheit, Bildung, Kultur, Teilhabe und Zukunft. Offen für alle. Barrierefrei. Nachhaltig. Und getragen von einem starken Miteinander.
Die neue Schützenhalle wird zu einem Herzstück der Stadt – sichtbar, spürbar, lebendig. Sie schließt eine Lücke, die weit mehr als räumlich war. Und sie eröffnet Möglichkeiten, die weit über das Heute hinausreichen.




